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Bericht zum Skaterevent am 26.08.2001 in Möhnesee - Körbecke
Am 26.08.2001 ab 14:00 Uhr fand in Möhnesee - Körbecke das landesweite Skaterevent zum 3. Male statt. Es war ein herrlicher, heißer Sommertag. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und es herrschte beste Laune.
Wir von www.rollerbladen.de waren auch anwesend, um uns das Spektakel anzusehen und mit Fotos und Interviews zu dokumentieren, außerdem sprachen wir mit Mitgliedern des DIV, des Veranstalters und mit Teilnehmern des Events.
Zunächst beantwortete Herr Dietmar Teetze vom DIV unsere Fragen:
Er ist seit 2 Jahren im Fachverband DIV als Ausbilder tätig. An diesen Sport ist er seinerzeit durch seine Frau herangekommen, die Bundestrainerin ist und verbandsintern die Ausbildung macht. Allerdings hat Herr Teetze die
Lizenz nicht bei ihr gemacht, sondern bei einem anderen Bundestrainer, wo es seinerzeit 2 davon im Verband gab. Die Richtlinien im Verband haben sich mittlerweile geändert und es gibt jetzt mehrere Bundestrainer.Herr Teetze hat
sich ehrenamtlich zur Verfügung gestellt und arbeitet heute für eine Essener Agentur , aber hauptsächlich übernimmt er solche Aufgaben aus Spaß an der Freude.
Danach sprachen wir mit einem Mitglied des Veranstalters und bekamen folgende Auskünfte: Dieses Skaterevent ist eine Veranstaltung der AOK und der betreffenden Lokalradiosender und es findet in diesem Jahr zum 3. Male statt,
und zwar landesweit in NRW in 9 Städten. In Möhnesee wird diese Veranstaltung in diesem Jahr zum 8. Mal durchgeführt. Die Teilnehmerzahlen bei o.g. Ausrichter der Events bewegen sich in einem Rahmen von 200 bis 700 Skatern.
Die Events haben regen Zulauf, weil der große Unterschied zu vielen anderen Ereignissen dieser Art darin besteht, das Thema Sicherheit in diesem Sport in den Vordergrund zu stellen, deshalb ist auch die AOK als Partner mit
dabei.Dementsprechend finden solche Dinge wie Schulungen, Hinweise zur Sicherheit, Gruppenfahrten und dergleichen eine größere Beachtung bei diesem Veranstalter.
In der Ausschreibung der AOK zu dieser Veranstaltung wurde auch das Tragen einer kompletten Schutzausrüstung für die Teilnehmer gefordert. Wir bemerkten aber, dass eine nicht geringe Zahl an Skatern keine oder nur eine
unvollständige Schutzausrüstung trugen und stellten in diese Richtung weitere Fragen an den Veranstalter. Er sagte das sei richtig erkannt, aber sie weisen in den Informationsbroschüren und in den Tagesinformationen immer
darauf hin, dass mit kompletter Schutzausrüstung gefahren werden soll, das heißt mit den üblichen Schonern inklusive Helm. Es ist leider ein Problem, es gibt zum Teil die Quereinsteiger innerhalb dieser Tour, das heißt sie
müssen sich offiziell anmelden und können dann daran teilnehmen. Der Veranstalter kann in diesen Fällen keine punktgenaue Selektion durchführen, es gibt also zum einen immer eine gewisse Quote an Leuten, die keine oder keine
komplette Schutzausrüstung tragen, zum anderen greift der Veranstalter nicht verpflichtend ein und nimmt die Leute heraus die nicht richtig ausgerüstet sind.
Es wird aber allen Teilnehmern kostenfrei die Möglichkeit geboten, sich hier vor Ort über die AOK oder den DIV eine Ausrüstung auszuleihen, aber dadurch dass es im Moment der Gesetzgeber noch nicht vorgeschrieben hat, ist es von
Seiten des Veranstalters natürlich nur eine Warnfunktion. Dieser versucht auf Gesamtebene eine Aufklärung zu betreiben, nicht mit erhobenen Zeigefinger sondern eher durch überzeugende Faktoren die Leute zu bewegen diese
Schutzausrüstung zu tragen.
Auf unsere Frage zur Unfallversicherung der AOK, welche in der Teilnahmegebühr pauschal enthalten ist gab er folgende Auskunft: Im Rahmen einer solchen Großveranstaltung ist natürlich klar, dass diese Unfallversicherung nicht
mit einer privaten Absicherung vergleichbar ist. Jeder Teilnehmer sollte schon eine private Unfall- und Haftpflichtversicherung haben.
Aber weil die AOK ja auch Partner dieses Events ist, gibt es im Paket eine pauschale Unfallversicherung, welche aber nur die schlimmsten Folgen z.B. Invalidität oder Ähnliches abdeckt. Mehr ist im Rahmen einer Großveranstaltung
nicht machbar, weil sich dann die Teilnehmer immens vermehren würden und diese geringe Teilnahmegebühr nur zum Zwecke einer umfangreichen Unfallversicherung entrichtet werden würde.
Was noch interessant für den Veranstalter und letztendlich auch für die AOK ist, dass mit diesem „Skating on Tour Konzept“ wirklich der passionierte Skater angesprochen wird, also nicht die Leute die auf Zeit fahren oder
Leistungsskaten betreiben. Die Veranstalter haben als Zielgruppe die ganze Familie, welche die Inline-Skater wirklich nur als Fortbewegungsmittel nutzt, ähnlich wie im Rahmen einer Radwanderbewegung. Dieses zeigen auch die
Auswertungen vergangener Events, dass ein sehr hoher Anteil an Familienmitgliedern, vor allem die jüngeren Kids die Inline-Skater als das Fortbewegungsmittel sehen, was auch im Sinne der AOK ist, weil körperliche Aktivität nun
mal die Gesundheit positiv beeinflusst.
In diesem Jahr findet noch eine Veranstaltung in Brühl statt, danach werden die Auswertungen für das gesamte Event gemacht.
Aufgrund der doch sehr positiven Resonanz ist davon auszugehen, dass im nächsten Jahr auch wieder „Skating on Tour“ mit der AOK und den lokalen Radiosendern als Partner stattfindet.
Zur Frage der Informationsverbreitung z. B. Veröffentlichung des Streckenverlaufs gab er folgende Auskunft: In Einzelfällen, wenn interessierte Leute vor Ort diese Strecken mal nachfahren wollen, wird diese Information schon
mal herausgegeben, aber sie werden nicht offiziell publiziert, weil die entsprechende Routenführung individuell für die AOK ausgearbeitet wurde und nicht für eine breite Veröffentlichung vorgesehen sind.
Der Veranstalter ist stark daran interessiert, in dieser Szenerie eine verlässliche Kommunikation aufzubauen und auch die neuen Medien mit einzubeziehen sowie das Internet. Er bewertet vor allem fachliche Kontakte zu
Gleichgesinnten sehr hoch, womit er unsere Homepage www.rollerbladen.de meint. Zur Frage der Anfertigung eines Fotos und dessen Veröffentlichung im Internet stimmte er zu.
Fragen an Teilnehmer des Events:
Wir stellten Fragen bezüglich der Motivation zu diesem Freizeitsport und zur Schutzausrüstung, ein Teilnehmer äußerte sich dazu wie folgt:
Er übt diesen Sport zusammen mit seiner Frau seit 9 Jahren aus und ist sehr
begeistert.Sie nehmen beide an diesem Event teil weil sie die Bewegung an der frischen Luft lieben, und diese Veranstaltung eine gute Gelegenheit ist, andere Leute kennen zu lernen. Sie sind nicht dabei um irgendwelche Rekorde
aufzustellen, sondern nur weil es einfach Spaß macht. Uns fiel auf, dass er keine Schutzausrüstung trug, nicht mal einen Helm; seine Frau hatte die komplette Ausrüstung angelegt. Auf unsere Frage in diese Richtung sagte
er, er selbst würde nie eine Schutzausrüstung tragen, weder beim privaten Skaten noch bei einem solchen Event. Seine Frau war da anderer Meinung und zieht das Fahren mit Sicherheitsausrüstung immer vor. Eine Unfallversicherung
besitzen beide.
Ein anderer Teilnehmer sagte: Inline-Skaten ist für ihn überhaupt die ultimative Freizeitbeschäftigung. Im heutigen dicken Verkehr auf den Straßen gibt es kein besseres Mittel um vorwärts zu kommen. Obendrauf ist die
Bewegung an der frischen Luft außerhalb der Städte doch sehr gesund wenn man nichts übertreibt. Er nimmt an dieser Tour teil, weil er in dieser Gegend noch nicht gefahren ist und gern in Gruppen diesem Sport nachgeht. Das
Inline-Skaten betreibt er seit 3 Jahren und hat viel Freude daran. Die Schutzausrüstung ist für ihn keine Frage. Er trägt sie immer, da ohne Sicherheit doch erhebliche Verletzungen bei einem Sturz entstehen können. Eine
private Unfall- und Haftpflichtversicherung hat er schon seit vielen Jahren.
Ein achtjähriges Mädel aus dem Anfängerkurs des DIV sagte: Das macht Spaß, meine große Schwester macht das schon ganz lange. Hingefallen ist sie schon öfter, aber doll wehgetan hat sie sich noch nicht, weil sie ja einen
Helm und Knie- und Ellenbogenschützer anhat.
Um 15:00 Uhr fiel dann der Startschuss zu der 31 km langen Tour am Möhnesee.
Es setzten sich ungefähr 300 Inline-Skater in Bewegung, wobei es ihnen ziemlich egal erschien, wann sie am Ziel ankommen würden. Dabei sein ist alles!
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